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Mitarbeiter krank

 

Berufsförderungswerk Frankfurt am Main bietet im Betrieblichen Eingliederungsmanagement eine unternehmensorientierte Dienstleistung


 

Am Fall von Markus Schmitt* wird deutlich, dass sich betriebliches Eingliederungsmanagement rechnet. Seit 1990 arbeitete der gelernte Schlosser in der Schlosserwerkstatt einer südhessischen Stadtverwaltung. 2001 erkrankte Markus Schmitt an einer schweren Arthrose, sodass er seine ursprüngliche Tätigkeit nicht mehr weiterführen konnte. Eine Odyssee von medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen und vielen langfristigen Arbeitsunfähigkeitsphasen folgten.
Arbeitgeber und Arbeitnehmer waren unzufrieden. Der Arbeitgeber, weil er nicht wusste, was für Möglichkeiten des Einsatzes für seinen Mitarbeiter möglich waren, Herr Schmitt, weil er sich nutzlos fühlte. Es wurde bereits von Erwerbsunfähigkeitsrente gesprochen.

Anfang 2006 kam der Arbeitgeber auf das Berufsförderungswerk zu, um Unterstützung im Fall von Herrn Schmitt zu erhalten. Zusammen mit dem Arbeitgeber fand daraufhin eine Auftragsabklärung für ein Betriebliches Eingliederungsmanagement statt.

Frau Peters, Disability-Managerin im Berufsförderungswerk, lud Herrn Schmitt zu einem ersten Gespräch ein. Wir erhielten so einen Einblick in seine Krankengeschichte. Nachdem alle notwendigen Unterlagen, wie ärztliche Gutachten, vorlagen, analysiert und bewertet waren, wurde im März ein gemeinsames Gespräch mit dem Arbeitgeber vereinbart. Frau Peters sorgte dafür, dass alle notwendi-gen Personen an einem Tisch saßen. Zusammen mit dem Personalchef, dem Betriebsrat, dem Schwerbehindertenvertreter und Herrn Schmitt wurden individuelle Lösungsvorschläge erarbeitet, mit dem Ziel einer dauerhaften Wiedereingliederung von Markus Schmitt.

Zwei Alternativen kristallisierten sich in diesem Gespräch heraus:

Umetzung innerhalb des Unternehmens durch

  • eine Qualifizierung (Umschulung) im kaufmännischen Bereich
  • eine Einarbeitung auf einen Arbeitsplatz in der Verwaltung


In diesem Fall einigten sich die Gesprächsteilnehmer auf eine zweijährige Umschulung im Sinne einer langfristigen Chancensicherung. Bedingung des Arbeitgebers war eine abeitspsychologische Eignungs-untersuchung durchzuführen, um zu prüfen, ob Herr Schmitt den Anforderungen einer Umschulung gewachsen ist.

Für die Realisierung der Qualifizierung ist eine Finanzierung über einen Rehaträger erforderlich.  Frau Peters, unterstützte die Kostenträgerfindung, begleitete das Antragsverfahren und sorgte für eine schnelle Entscheidung.

Ende April absolvierte Martin Schmitt ein einwöchiges Reha-Assessment im Berufsförderungswerk Frankfurt am Main. Die Tests und Arbeitsproben verliefen durchweg zufrieden stellend, sodass einer kfm. Qualifizierung nichts mehr im Wege stand. Wegen der langen Krankheitsphase wurde vorab ein Rehavorbereitungslehrgang durchgeführt, der zum Auffrischen der erforderlichen Kenntnisse dient.

Frau Peters vereinbarte mit dem Arbeitgeber, dass Martin Schmitt die in der Umschulung notwendige betriebliche Phase an seinem zukünftigen Arbeitsplatz durchführen kann. Dafür wird der Arbeitsplatz entsprechend mit behinderungsgerechten Möbeln ausgestattet, die staatlich bezuschusst werden.

Während der Umschulung hält Frau Peters Kontakt zu allen beteiligten Personen. Damit wird der In-formationsfluss gewährleistet und eventuell auftretende Probleme während der Durchführung können zeitnah gelöst werden. Für Martin Schmitt hat die lange Krankheitsphase endlich ein Ende. Er ist überglücklich, wieder in eine positive und gesicherte Zukunft blicken zu können, denn nach der Umschulung wird er bei seinem Arbeitgeber als Kaufmann für Bürokommunikation eingesetzt werden.

* Name wurde von der Redaktion geändert


 

Betriebliches Eingliederungs-
management

Ein Informationsdienst des hessischen RKW-Arbeitskreises "Gesundheit im Betrieb"
 

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